Arbeiten mit probiotischen Mikroorganismen
Mikroorganismen siedeln überall. Sie sind die Hauptakteure bei der Umsetzung organischer Substanzen und bilden die Basis organischer Kreisläufe. Ohne Mikroorganismen ist höheres Leben nicht möglich.
Der Kultur betreibende Mensch verändert Naturhaushalte erheblich. Bei der Umgestalltung von Landschaften verändert er immer auch den Lebensraum für Mikroorganismen. Die vorhandenen Lebensgemeinschaften müssen sich den neuen Umweltbedingungen anpassen. Vermehren sich bei dieser Anpassung unerwünschte Keime erfolgreicher als solche, die uns Menschen nützlich sind, bekämpfen wir sie meist mit antibiotischen Mitteln um ihr Wachstum zu unterdrücken. Der Einsatz antibiotischer Mittel stellt wiederum eine neue Lebensbedingung für Mikroorganismen dar auf die erneut mit einer Anpassung reagiert wird. Die ständige Wiederholung dieser Handlungsstrategie führt zur Bildung resistenter Keime und einer starken Schädigung der Leistungsfähigkeit von Ökosystemen.
Durch den Einsatz probiotischer Mikroorganismen (EM) können solche Teufelskreise vermieden und die Funktionalität von Naturhaushalten aufrecht erhalten werden.

Nach ihrem Nutzen für Pflanzen, Tier und Menschen lassen sich Mikroorganismen in probiotisch (lebensfördernd) und pathogen (krankheitserregend) unterscheiden. Probiotika werden seit Jahrhunderten zur Herstellung von Lebensmitteln wie Sauerkraut, Joghurt, Wein, Bier, Brot, etc. genutzt, während Pathogene durch ihre negativen Effekte (Krankheitserreger, Schädlingsbefall von Pflanzen, etc.) auffallen. Dem größten Teil der auf der Erde existierenden Mikroorganismen können weder probiotische noch pathogene Auswirkungen nachgewiesen werden.
Effektive Mikroorganismen (EM)
„Effektive Mikroorganismen“ ist die Bezeichnung für ein probiotisches Mischkulturenpräparat, welches zur Förderung von Ökosystemen jeglicher Art entwickelt wurde. Durch den EM-Einsatz kann einer übermäßige Vermehrung pathogen wirkende Keime auf natürliche Weise verhindert und die Funktionalität von Stoffkreisläufen aufrecht erhalten werden. Die positive Wirkung von EM auf Ökosysteme beruht im Wesentlichen auf zwei Prinzipien:
1. Habitatverdrängung (Lebensraumverdrängung)
Mikroorganismen konkurieren wie alle anderen Lebewesen um Lebensräume. Werden diese Lebensräume mit probiotischen Mikroorganismen besetzt, dann kann eine massenhafte Vermehrung unerwünschter Keime verhindert werden.

Effektive Mikroorganismen hemmen das Wachstum unerwünschter Keime. Mit EM-behandelte Nährmedien (jeweils rechts) weisen eine deutlich andere Besiedlung auf als unbehandelte Medien (jeweils Links).
2. Antioxidantien
Effektive Mikroorganismen produzieren bei ihrem Stoffwechsel Antioxidantien. Antioxidantien sind Substanzen, die freie Radikale binden und somit Oxidationsreaktionen verhindern. Der Einsatz von EM in Ökosystemen reduziert die Reaktion freier Radikale mit Proteinen und andereren Molekülen und verhindert somit deren Zerstörung.

Durch das Eintauchen von rostigen Metallen in EM-A wird Rost (Eisenoxid) sichtbar entfernt.
Das hohe Antioxidationspotential der EM-Stoffwechselprodukte unterbricht Radikalketten wirkungsvoll und fördert somit die Gesunderhaltung von Lebensräumen.